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Ostern

In unseren Breiten wird das Osterfest traditionell am ersten Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond gefeiert. Das ist auch der Grund dafür, warum Ostern nicht jedes Jahr am selben Datum stattfindet.

Speziell zu Ostern selbst geht es um die Erfahrung, die einige wenige gemacht haben, und die für alle anderen heilbringend ist, aber nur schwer begreifbar gemacht werden kann. In der Woche, die zwischen dem Palmsonntag und dem Ostersonntag liegt, feiern wir die zentralen Ereignisse, die unsere Religion begründeten.

 

Die Feier der Osternacht

Die Feier der Osternacht ist das höchste christliche Fest des Jahres. Nach der Trauer in der Karwoche über den Tod Jesu auf dem Kreuz versammeln sich die Gläubigen und feiern seine Auferstehung.

Je nach Brauch werden am frühen Abend, in der Nacht oder in den frühen Morgenstunden vor der Kirche Holzfeuer entfacht und gesegnet. Der Priester entzündet daran die Osterkerze. Dann trägt er sie in die dunkle Kirche. Dabei singt er dreimal: "Christus das Licht". Die versammelte Gemeinde antwortet: "Dank sei Gott". An der Osterkerze werden die Kerzen der Menschen entzündet. Im hell erstrahlenden Kirchenraum verkündet der Priester die Botschaft von der Auferstehung Christi: "Jesus hat den Tod besiegt. Er lebt und hat damit auch uns erlöst."

Die Feier der Osternacht dauert nicht zuletzt wegen der vielen Lesungen länger. Bis zu acht könnten es neben dem Evangelium sein.. Die Lesungen erzählen von der Geschichte Gottes mit den Menschen, vom Anfang der Welt bis zu Jesus Christus. Im Buch Genesis erfahren wir, wie Gott in sieben Tagen die Welt erschuf. Das ist kein wissenschaftlicher Bericht, sondern es soll damit die Liebe Gottes zur Schöpfung betont werden: "Gott sah alles an, was er gemacht hatte: Es war sehr gut" (Gen 1, 31a). In seiner Liebe hat Gott den Menschen als sein Ebenbild geschaffen und mit besonderer Würde ausgestattet. Er ist der Höhepunkt der Schöpfung. Das Buch Exodus erzählt, wie Gott sein versklavtes Volk aus Ägypten rettet. Gott hat sein Volk gerettet, er läßt es nicht im Stich. Gott möchte das Heil aller Menschen.
Der Apostel Paulus sagt im Brief an die Römer klar: "Wie Christus durch die Herrlichkeit des Vaters von den Toten auferweckt wurde, so sollen auch wir als neue Menschen leben" (Röm 6, 4b). Das Evangelium berichtet von der Auferstehung Jesu.

 Nach der Predigt wird das Taufversprechen erneuert. Einst haben es Eltern und Paten bei der Taufe stellvertretend gesprochen. Der Priester fragt die Gläubigen, ob sie an Gott den Vater, Sohn und Heiligen Geist glauben. Sie antworten dreimal mit "Ja". Der Priester taucht die brennende Osterkerze ins Taufwasser und segnet es. Danach besprengt er damit die Gläubigen. Mancherorts folgt eine Taufe. In der abschließenden Eucharistiefeier lädt Gott zu seinem Gastmahl ein.

Sonntagmorgen vor Sonnenaufgang versammeln wir uns in der Kirche und feiern den Sieg Jesu über den Tod. Christus hat den Tod besiegt und für uns das Leben neu geschaffen.

So wie Jesus uns zu Ostern vorausgegangen ist, werden auch wir auferstehen und zum ewigen Leben gelangen.

 

Ostersonntag

Weil sich die Feierlichkeiten der Osternacht oft bis in die frühen Morgenstunden hinauszogen, war am Ostersonntag selbst ursprünglich keine eigene Liturgie vorgesehen. Aber im 6. Jahrhundert wurde die feierliche Osternacht schon vor Mitternacht abgehalten und der Ostersonntag bekam im Zuge dessen wieder ein eigenes Messformular. Der Ostersonntag - beziehungsweise die festliche Ostervesper, bildet den Abschluss des sogenannten österlichen Triduums, der drei österlichen Tage.

 

Osterkerze

Die Osterkerze ist ein Symbol für den auferstandenen Christus und wird in der Osternacht entzündet. Verziert mit Kreuz, Jahreszahl und den griechischen Buchstaben Alpha und Omega brennt sie bis Pfingsten bei der Messe im Altarraum. Fünf Weihrauchkörner im Kreuz erinnern an die Wunden Jesu an Händen, Füßen, Herz und Kopf. Danach steht sie beim Taufbrunnen. An ihrer Flamme werden die Taufkerzen entzündet.

 

Taufwasserweihe

Einer der Höhepunkte der Osternacht ist die Tauffeier. Der Priester segnet das Taufwasser und taucht die Osterkerze dabei dreimal ins Wasser.

Seit jeher galt das Wasser als Symbol des Lebens. So schenkt auch Gott jedem Täufling durch das Wasser der Taufe ein neues Leben als Christ. Das in der Osternacht gesegnete Wasser wird für die Taufen der folgenden Wochen im Taufstein aufbewahrt. In den ersten Jahrhunderten nach Christus gab es nur einen einzigen Tauftermin pro Jahr: eben in der Osternacht. Den meist erwachsenen Täuflingen wurde dabei nicht nur etwas Wasser über den Kopf gegossen, sondern sie nahmen ein Vollbad. Unmittelbar anschließend wurden sie vom Bischof gefirmt und empfingen die Erstkommunion. Die Taufe war damals ein ganz besonderes Ereignis, auf das sich die Taufwerber meist drei Jahre lang intensiv vorbereiteten.

 

Speisensegnung

Speisensegnungen sind seit tausend Jahren am Ostersonntag Tradition. Gesegnet werden an diesem Tag vor allem Eier, aber auch Butter und Brot, Fleisch - wie etwa das Osterlamm, aber auch anderes wie Milch und Honig.

Besondere Bedeutung hat in dieser Speisenreihe eindeutig das Osterei - das als Symbol für das Leben gilt. Dass neben Fleisch vor allem auch Eier, Käse und Butter gesegnet werden, ist darauf zurückzuführen, dass früher in der strengen Fastenzeit, der Genuss von Fleisch aber genauso der von Eiern und Käse verboten war. Beim Ostermahl wurden diese Speisen zum ersten mal nach langen Wochen wieder konsumiert, was ihnen einen besonderen Charakter verlieh, und den Wunsch in den Menschen. aufkommen ließ, dieses Besondere durch eine Segnung zu unterstreichen.

Mit diesem ersten üppigen Mahl zu Hause, verbanden die Menschen auch viele abergläubische Vorstellungen; es galt als Schutz für die ganze Familie, dieses Mahl gemeinsam einzunehmen.

 

Stichwort "Osterhase"

"Mein Name ist Hase, ich weiß von nichts", ist die einzig sinnvolle Antwort auf die Frage, wie sich das Symbol des Hasen zum Osterfest gesellte. Denn mit dem Inhalt des Festes, der Auferstehung Christi, hat er nichts zu tun. Von alters her ist der Hase jedoch ein Symbol der Fruchtbarkeit und der Erneuerung des Lebens. Dass er mit offenen Augen schläft, wird als Gleichnis für das ewige Leben verstanden. Der Hase findet sich in vielen frühchristlichen Ton- und Steindarstellungen, auch auf frühen christlichen Grabstätten in den Katakomben.

 

Quelle: MDB

 

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