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Ostermontag

Unterwegs nach Emmaus

Der Ostermontag steht im Schatten des vorangegangenen Sonntags. Trotzdem blicken wir an diesem Tag auf ein ganz besonderes Ereignis zurück: Jesus Begegnung mit den Jüngern auf dem Weg nach Emmaus

 

Die Schwierigkeit vorweg: Das Ereignis, das wir am Ostermontag feiern, war gar nicht am Montag. Im Lukasevangelium steht nämlich ganz klar: "Am gleichen Tag waren zwei von den Jüngern auf dem Weg in ein Dorf namens Emmaus, das sechzig Stadien von Jerusalem entfernt ist" (Lk 24,13). Da im Kapitel zuvor von der Auferstehung Christi am Sonntag die Rede war, sind die Emmausjünger eben nicht am Montag unterwegs. Der Ostermontag erweitert also den Blick auf die Auferstehung Christi und führt Jünger ein, die sich zu dieser Zeit nicht in Jerusalem aufhalten. Und da sagt uns das Evangelium des Ostermontages folgendes: Jesus ist bei seinen Jüngern, wo auch immer. Das wiederum gilt für uns und für alle Zeit. Egal wo wir sind, der Herr lässt uns nicht allein. Die Geschichte von Emmaus nimmt allerdings noch eine weitere Facette in den Blick. Die Jünger sind traurig und erkennen Jesus nicht, als er mit ihnen ein Stück des Weges geht. Sie haben zwar von der Auferstehung Christi erfahren, können es aber noch nicht glauben. Selbst als Jesus ihnen die Heilige Schrift erklärt, bleiben sie blind. Erst als er das Brot bricht und ihnen gibt, wissen die beiden Jünger, wer vor ihnen steht. Und plötzlich erschließt sich ihnen der Sinn der heiligen Schrift ganz neu. Was die beiden zuvor nicht erkannten, steht nun glasklar vor ihren Augen. Genau darauf will uns der Ostermontag auch aufmerksam machen. Die Heilige Schrift aufmerksam zu lesen – wir finden dort den Zugang zu Gott. Wir dürfen nur nicht blind sein, sondern müssen die Zeichen verstehen. Das gilt für die Schrift, das gilt für das Brotbrechen. Denn auch das betont der Ostermontag: die Wichtigkeit des gemeinsamen Brotbrechens für das richtige

Verständnis von Christi.

 

Quelle: Simon Biallowons, www.liborius.de/

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